Edith Kramer erkannte, dass im Dienste des ICH‘s KlientInnen während des Gestaltens auf frühere psychische Entwicklungsstufen regrediert, sodass das ICH nach einem solchen Prozess als gestärkt hervorgeht und mit intraphysischen Konflikten konstruktiver und angstfreier umzugehen vermag. Damit einher geht eine Förderung des Gefühls zur persönlichen Identität und ein Anstoßen von inneren Reifungsprozessen. Durch das verstärkte „Ansprechen“ sollen die im Menschen vorhandenen Ressourcen mittels der unterschiedlichen Medien, wie unter anderem dem Malen, Schreiben, Tanzen, Töpfern innerhalb der kunsttherapeutischen Prozesse „hervorquellen“.

KlientInnen sollen durch diesen gestalterischen Prozess einen neuen Zugang zu ihren brachliegenden oder verschütteten Fähigkeiten, die der Resilienzförderung dienen erkennen und stärken, um so zur notwendigen und gewünschten Verhaltensänderung zu finden (Kramer in Subkowski, 2000, S. 57 u. S. 59).

Als Einstieg/Einstimmung in den Gruppenprozess wählte ich folgendes Gedicht:

"in mir
versunken
in mir selbst
finde ich den Grund
den tiefen Grund
auf dem ich stehe

 
dort in mir
in diesem
bei mir sein
trage ich nur
mein eigenes Gesicht
klar und schön"

© Anke Maggauer-Kirsche (*1948)

Fotos von den Gestaltungen:

 

Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Paolo J. Knill, Rektor der European Graduate School, Leuk, (Internationale Universität für interdisziplinäre Studien),

und Prof. Dr. Margo Fuchs-Knill belebten mit Ihrem Seminaren zu Expressive Arts die TeilnehmerInnen des MAC College für Kunsttherapie und Lebens- und Sozialberatung in Wien.

Mag. Alexander Eggenhofer organisierte dieses seltene Zusammentreffen in seinem College zu Jahresbeginn 2020.


Eine große Ehre und ein unbeschreibliches Erlebnis die Pioniere live und mit so viel Schwung erleben zu dürfen. DANKE!

Sie begleiteten uns auf eine aufregende Abenteuerreise durch die multimodale Kunsttherapie mit Poesie, Theater und künstlerischem Schaffen.

Dementielle Erkrankungen stellen heute und mehr noch in der nahen Zukunft für professionelle Pflegepersonen und begleitende Angehörige eine große Herausforderung dar.
Alle Bemühungen um die Verbesserung der Lebensqualität der Erkrankten müssen an ihren lebensgeschichtlichen Erfahrungen anknüpfen. Erinnerungen und das Wissen um das frühere Wirken, vor allem um frühere Kompetenzen, können entlasten, stabilisieren und helfen, die Identität zu wahren.

Jede Lebensgeschichte, jede Biografie, ist so einzigartig und so unverwechselbar, wie es auch jede Person ist.
Die Beschäftigung mit der Lebensgeschichte dient dem kennenlernen und dem Verstehen des Menschen und ist unverzichtbarer Bestandteil der Lebensbegleitung älterer Personen.
Wenn sich der ältere Mensch mit seiner eigenen Lebensgeschichte beschäftigt, ist das immer ein Erinnern, also ein aktives Gedächtnistraining.

Ein Workshop der besonderen Art - Suchen - Finden - Spüren - Gestalten UND Staunen!

Es beginnt damit, einem Bachlauf zu folgen, um etwas zufinden, das feiner ist als Geröll und Sand, anders als Schlamm und Erde,
sich weich und formbar anfühlt und im Feuer zu einer wasserfesten Masse wird: TONERDE" (Heinz Lackinger)

Nach Gestaltung unserer Werke und während diese an der Luft trocknen, sammeln wir Äste und Blätter um alles vor das Feuer vorzubereiten.
Zu Beginn steigt Rauch auf, dann kommt die Glut und am Ende lodert eine kleine Flamme auf,

die das Feuer entzündet und unsere Figuren und Gefäße mit Hilfe der Glut in gebrannten Ton verwandelt.

„ACTION PAINTING - Intuitives Malen - dem Bauchgefühl ein Symbol/Bild geben“
Action Painting ist eine tolle Möglichkeit für Kinder, gekennzeichnet durch Dynamik und Bewegungen beim Malen, mit verschiedenen Farben zu experimentieren.
Durch Schütten, Spritzen, Tropfen, mit Händen und Füßen die Farbe verschmieren, werden schnelle Ergebnisse erzielt und gleichzeitig die haptische Wahrnehmung der Farbkonsistenz ermöglicht.

Im Fokus steht der eigene Malprozess, der in verschiedenen Bewegungsabläufen frei stattfindet.